Notation

Die honkyoku wurden früher nur bei Meditationen und Tempelritualen gespielt Diese Stücke werden rhythmisch frei und extrem langsam gespielt, sie bestehen aus musikalischen Abschnitten, deren Länge durch den Atem des Spielers begrenzt wird und die durch Pausen voneinander getrennt sind. Innerhalb dieser Segmente lassen sich die Töne nach Dynamik, Lautstärkeschwankungen und Ausklang unterscheiden.

 

Die Lesart der Stücke ist von oben nach unten UND von rechts nach links.

 

Jeder Ton auf der Flöte entspricht einem Schriftzeichen, ergänz mit Informationen (kleinere Zeichen neben den Notenzeichen) zur Dynamik und Modulation.

 

zum Spiel der Shakuhachi

Hitori Kotoba (von Hisamatsu Fûyô)

 

■Die Shakuhachi darf man nicht zu fest halten. Wenn man sie zu fest hält, wird man verkrampft. Bei Verkrampfung aber muß man seinen Geist lockern. Man muß wissen, daß Verkrampfung die „Krankheit der Shakuhachi“ ist.

 

■Meri-kari (tief-hoch) ist von besonderer Wichtigkeit. Wenn meri-kari [beim Spiel der Shakuhachi] fehlt, ist das, wie wenn man einen Stock bläst.... Es ist in der Tat gut, wenn der Ton sicher und fest wird, wild zu blasen aber ist unangenehm.

 

■Wenn man die Stücke spielt, dürfen sie von Anfang bis Ende keine Unterbrechungen haben, wie der Stengel des Lotus. Man muß spielen, ohne die Verbindung zu unterbrechen. In der Unterbrechung-Verbindung des Atems muß gespielt werden, indem man seinen Geist anwendet. So wird von Anfang an keine Unterbrechung entstehen.

 

■Der Anfänger muß zunächst die Technik des Shakuhachispiels üben. Wenn er die Technik beherrscht, muß er in den Geist der Musik eindringen. Die Meisterschaft liegt nicht in [der Beherrschung] der Technik, sondern im [Eindringen in den] Geist der Musik. Das Eindringen in den Geist der Musik aber liegt innerhalb der Beherrschung der Technik [des Schakuhachispiels].

 

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